Das Frühlings-Orgelkonzert der „Egestorfer Musikfreunde“ findet am 29. März mit einem Orgelkünstler der Extraklasse statt.
Prof. Christoph Schoener, Hamburg
ehem. Hauptkirche St. Michaelis
Johannes Brahms
1833-1897
Präludium und Fuge g-Moll WoO 10
Choralvorspiel aus op. 122
„Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen“
Fuge as-Moll WoO 8
Robert Schumann
1810-1856
Skizzen für den Pedalflügel op.58
1. Nicht schnell und sehr markiert
2. Nicht schnell und sehr markiert
3. Lebhaft
4. Allegretto
Felix Mendelssohn Bartholdy
1809-1847
Thema mit Variationen D-Dur (1844)
Sonate f-Moll op.65,1
Allegro moderato e serioso
Adagio
Andante recitativo
Allegro assai vivace
Die romantische Furtwängler-Orgel der Kirche St. Stephans wurde 2017 150 Jahre alt. Ein Kleinod als Orgel braucht großartige Organisten: Christoph Schoener, seit 1998 Kirchenmusikdirektor der Hamburger Hauptkirche Sankt Michaelis, gab auf diesem Instrument ein Bach-Konzert, bevor am 30. April der kongeniale Kollege der katholischen Domkirche Hamburgs, Prof. Eberhard Lauer, mit Werken von Schumann und Mendelssohn-Bartholdy aufwartete.
Christoph Schoener hat die Musik am „Michel“ zu überregionalem Ruf geführt. Seitdem führte er mit dem Chor St. Michaelis mehrfach alle großen Werke Bachs, sowie bedeutende Chor-Orchesterwerke von Monteverdi, Händel, Mozart, Mendelssohn, Brahms, Bruckner, Dvorak, Verdi, Liszt, Poulenc, Martin, Rihm und Bernstein auf.
Berühmt ist Schoener auch als Organist. Er konzertierte in vielen Kathedralen und Musikzentren Europas und der USA, mehrfach war Christoph Schoener beim Schleswig-Holstein Musik Festival zu Gast, sowie in diesem Jahr unter anderem in der Elbphilharmonie Hamburg, in der Cathedrale St. George in Kapstadt, in den Domen von Berlin, Graz und Speyer und im Münster von Basel.
Zahlreiche CD – Einspielungen und Rundfunkaufnahmen mit Werken von Bach, Brahms, Mendelssohn, Liszt, Reubke, Reger, Vierne , Widor und Dupré dokumentieren sein Orgelspiel, aktuell veröffentlicht Christoph Schoener beim Label MDG (Musikproduktion Dabringhaus & Grimm), zuletzt zwei Reger-CDs und sämtliche Bach-Toccaten für Orgel, eine Einspielung, die 2016 mit dem ECHO-Klassik ausgezeichnet wurde.
Seine Ausbildung erhielt Schoener in Freiburg, Paris und Amsterdam bei Ludwig Doerr, Gaston Litaize und Ewald Kooiman. Nach langjähriger Tätigkeit als Kantor und Organist in Leverkusen und Leiter einer Orgelklasse an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf wurde er 1998 als Kirchenmusikdirektor an die Hauptkirche St. Michaelis – an Hamburgs Wahrzeichen – berufen. Von 2013 bis 2015 unterrichtete Christoph Schoener künstlerisches Orgelspiel an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig.
In Egestorf spielte Schoener ausschließlich Werke von Johann Sebastian Bach (1685-1750) – eine Reverenz auch an das 500. Jahr der Reformation Martin Luthers und den großen Komponisten der Reformation. Auf dem Programm stand das Pièce d’orgue (BWV 572), die Partite diverse sopra “O Gott, du frommer Gott” (BWV 572), die “Aria variata alla maniera italiana” (BWV 989), die “Passacaglia con thema fugatum” (BWV 582) und aus dem “III.Teil der Clavierübung” das Stück „Wir gläuben all an einen Gott“ (BWV 680).
Die Orgel in St. Stephanus wurde im Jahre 1867 von der Firma Ph. Furtwängler und Söhne aus Elze bei Hannover erbaut. Sie erfuhr mehrere klanglich barockisierende Umbauten, bevor sie 1998 durch den Orgelbauer Franz Rietsch in einer grundlegenden Sanierung wieder in ihren alten prachtvollen Zustand zurückversetzt wurde. Im Herbst 2016 wurde sie durch die renommierte Potsdamer Orgelbaufirma Schuke komplett überholt.
Foto: Michael Zapf
Fotos vom Schoener Konzert aus 2017






Christoph Schoener
Christoph Schoener wurde 1953 in Heidelberg geboren, in Freiburg, Paris und Amsterdam bei Ludwig Doerr, Gaston Litaize und Ewald Kooiman ausgebildet, und beendete sein Studium mit einem Solistendiplom an der Musikhochschule in Freiburg. Ausgezeichnet wurde er mit einem Stipendium der „Studienstiftung des deutschen Volkes“ und einem „Premier Prix a l’unanimité“ zum Abschluss seines Orgelstudiums in Paris.
Nach langjähriger Tätigkeit im Rheinland wurde er 1998 als Kirchenmusikdirektor an die Hauptkirche St. Michaelis – Hamburgs Wahrzeichen – berufen, wo er bis Ende 2019 wirkte.
Mit dem von ihm gegründeten Chor St. Michaelis führte er regelmäßig alle wesentlichen Werke für Chor und Orchester von Monteverdi bis Bernstein auf und setzte mit den jährlichen Aufführungen des Weihnachtsoratoriums, der Matthäuspassion von Bach und des Brahms-Requiems lange Hamburger Traditionen fort. Viele seiner Chorkonzerte wurden vom NDR mitgeschnitten und live gesendet. Mehrfach dirigierte er in der Hamburger Elbphilharmonie.
Als Organist konzertierte Christoph Schoener in vielen Kathedralen und Musikzentren in Europa, Israel, Südafrika und in den USA. Er war mehrfach ein gern gehörter Gast beim Schleswig-Holstein Musik Festival und erst kürzlich in der Kölner Philharmonie.
Über zwanzig Jahre unterrichtete Christoph Schoener neben seiner kirchenmusikalischen Tätigkeit künstlerisches Orgelspiel an deutschen Musikhochschulen: In Freiburg, Heidelberg, Düsseldorf und zuletzt an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig. Häufig wird er als Juror bei internationalen Wettbewerben und Leiter von Masterklassen eingeladen.
Zahlreiche CD-Einspielungen und Rundfunkaufnahmen als Organist und Dirigent dokumentieren seinen künstlerischen Rang, die letzten fünf CDs veröffentlichte Christoph Schoener exklusiv beim Label MDG, zuletzt Klavierwerke von Mendelssohn und Brahms in Orgelfassungen, zuvor zwei Reger-CDs und sämtliche Bach-Toccaten für Orgel – eine Einspielung, die 2016 mit dem ECHO-Klassik ausgezeichnet wurde.
Und schließlich eine CD mit Werken von Mozart, eingespielt an der Wegscheider-Orgel in der St. Jakobi Kirche zu Stralsund. Im Jahr 2018 erhielt er durch den Senat der Freien und Hansestadt Hamburg den Ehrentitel Professor.